歴史 Geschichte

150 Jahre deutsch-japanische Beziehungen(Sven Saaler, Sophia Universität)

Friedrich Albrecht Graf zu Eulenburg

Dampfcorvette "Arcona" in der Bucht von Yokohama
© Nachlass Trautz, Bibliothek der Abteilung für Japanologie und Koreanistik der Universität Bonn

Im Jahr 2011 blicken Deutschland und Japan auf 150 Jahre von wechselhafter Verbundenheit gekennzeichneter und gegenseitig befruchtender Beziehungen zurück. Die ersten Kontakte zwischen Japanern und Deutschen gehen in das 17. Jahrhundert zurück, als deutsche Gelehrte in Diensten der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC) in Japan weilten und das Land studierten und gleichzeitig  europäisches Wissen nach Japan vermittelten. Persönlichkeiten, wie Engelbert Kämpfer (1651-1716) und Philipp Franz von Siebold (1796-1866), stehen noch heute als repräsentative Vertreter dieses Beginns deutsch-japanischen Wissenstransfers. Der Beginn der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan ist aber auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zu datieren. 1860 kam die preußische Mission des Grafen Friedrich zu Eulenburg mit Vertretern mehrerer deutscher Staaten nach Japan. Eulenburg hatte den Auftrag, einen Vertrag zwischen Japan auf der einen Seite und den Staaten des Deutschen Zollvereins (inklusive Preußen), der Hansestädte sowie den Großherzogtümern Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz auf der anderen Seite abzuschließen. Die japanische Regierung, das Shogunat, das in den Vorjahren bereits den Vertragspartnern einseitige Privilegien einräumende Abkommen mit den USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, den Niederlanden und Portugal abgeschlossen hatte, schreckte allerdings vor der Vielzahl deutscher Partnerstaaten zurück, so dass die Mission sich mit einem Vertrag zwischen Japan und Preußen begnügen mußte, der am 24. Januar 1861 unterzeichnet wurde. Begannen die japanisch-deutschen Beziehungen also mit einem für ihre Zeit typischen „ungleichen Vertrag“  einer europäischen Macht und der japanischen Seite, so sollten sich die Beziehungen zwischen Japan und Preußen – bzw. seit 1866 dem Norddeutschen Bund und seit 1871 dem Deutschen Reich – doch bald freundschaftlich entwickeln.

Erste Seite des Freundschafts-, Handels- und Schiffahrtsvertrages zwischen Preußen und Japan, 24.1.1861

Zunächst waren dem deutschen Handel mit Japan mit dem Vertragsabschluss von 1861 nur wenige Häfen geöffnet, doch wuchs er schnell und kontinuierlich an. Aber auch auf anderen Gebieten wurden die japanisch-deutschen Beziehungen enger.

Anders als in Frankreich oder Großbritannien war in Berlin wie in Tokio moderne „Staatlichkeit“ noch im Werden. Zudem wurden die Reformen in beiden Ländern von einem ausgeprägten Berufsbeamtentum innerhalb konstitutioneller Monarchien – also „von oben her“ - vorangetrieben. Deutsches Staats- und Zivilrecht erwies sich aus diesem Grund als ein in vielerlei Hinsicht geeignetes Vorbild für die japanischen Reformen, selbst für die Erarbeitung der japanischen Verfassung von 1889. Die Takenouchi-Mission führte von 1862 eine Delegation nach Europa, die Vorbildliches zunächst vornehmlich im preußischen Militärwesen fand. Allerdings schrieb bereits damals der die Delegation als Dolmetscher begleitetende große Reformer der Meiji-Zeit Fukuzawa Yukichi(*1): “Wir müssen zunächst den Geist der Menschen reformieren, bevor wir mit der Reform unseres Staates beginnen können”.

Deutsche Gesandtschaft in Tokyo, Eingangstor (1875)

Hochzeitsgesellschaft des Deutschen Generalkonsuls, Herrn von Syburg, in der Deutschen Gesandtschaft 1905 Unter den Gästen: Erwin Bälz (hintere Reihe, 2. v. rechts) und Hana Bälz (vorderste Reihe ganz rechts)

Bereits im Jahr 1880 wurde die diplomatische Vertretung des Deutschen Reiches von einer Minister-Residentur zur Gesandtschaft erhoben, nach dem Russisch-Japanischen Krieg von 1904/05 zu einer Botschaft, womit eine Anerkennung Japans als gleichberechtigter Partner der Großmächte verbunden war. Dies war nicht zuletzt auch eine Anerkennung der Erfolge Japans bei der Modernisierung des Landes, zu der deutsche Wissenschaftler einen immer größer werdenden Beitrag leisteten. In Bereichen wie Medizin (Erwin Bälz, Julius Scriba, Leopold Müller), Geologie (Heinrich Edmund Naumann), Recht (Albert Mosse, Hermann Roesler), Geschichtswissenschaft (Ludwig Riess), Musik (Franz Eckert), Architektur (Ende & Boeckmann), Keramik (Gottfried Wagner), Erziehung, Hofzeremoniell (Ottmar von Mohl) und Militär (Klemens Meckel) war der Einfluß der deutschen Berater und Lehrer (wörtlich „angestellte Ausländer“, oyatoi gaikokujin), aber auch der deutschen Wissenschaft überhaupt, besonders nachhaltig. Eine große Zahl japanischer Studenten ging in dieser Zeit an deutsche Universitäten; Offiziersanwärter aus Armee und Marine wurden an den militärischen Lehranstalten des Deutschen Reiches ausgebildet. Nicht nur die späteren Größen der japanischen Armee finden wir unter diesen Studenten, auch berühmte Literaten wie z. B. Mori Ôgai, der als angehender Armee-Arzt zwischen 1884 und 1888 in Berlin Medizin studierte. Besonderen starken Einfluss hatte das deutsche Staatsrecht auf die Gestaltung der ersten japanischen Verfassung von 1889. Nach einem Besuch des Staatsmanns und späteren viermaligen Premierministers Itô Hirobumi in Deutschland und Österreich-Ungarn, wo er mit den Verfassungsrechtlern Rudolf von Gneist und Lorenz von Stein über mögliche Formen einer Verfassung für Japan beriet, erhielt Japan eine an der preußischen Verfassung orientierte Verfassung, die 1889 verkündet wurde, 1890 in Kraft trat und bis 1947 Gültigkeit haben sollte.

Nicht zuletzt aufgrund der engen Anlehnung an das preußisch-deutsche Vorbild in Sachen Verfassung werden häufig Ähnlichkeiten in der nationalstaatlichen Entwicklung Japans und Deutschlands konstatiert. Zu dieser Perzeption trägt zweifellos auch ein großes Maß an Ähnlichkeit in der Entwicklung der beiden Länder bei: Sowohl in Japan und in Deutschland setzte die Industrialisierung gegenüber Großbritannien und Frankreich verspätet in der Mitte bzw. gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein; die Gründung des Nationalstaats läßt sich in beiden Fällen auf das Jahr 1871 datieren, als das Deutsche Reich gegründet wurde und in Japan die Feudalfürstentümer durch von Tokyo aus kontrollierte Präfekturen ersetzt wurden.

1873 gründeten die an Zahl zunehmenden Deutschen in Japan (1880 knapp 200 Personen) die „Deutsche Gesellschaft für Natur und Völkerkunde Ostasiens“ (OAG), die noch heute als eine der ältesten „Körperschaften des öffentlichen Rechts“ in Japan existiert. Auch mehrere deutsche Clubs entstanden in Japan – Germania in Yokohama und Concordia in Kôbe –, die wie alle derartigen Einrichtungen fern der europäischen Heimat einen relativ offenen und internationalen Charakter hatten. 1913 wurde in Tokyo durch deutsche Jesuiten die Sophia-Universität gegründet, noch heute eine bekannte Bildungseinrichtung. Die Tradition deutscher Bildungs- und Forschungsinstitutionen in Japan (wie auch umgekehrt) sollte sich in der Zwischenkriegszeit wie auch in der Nachkriegszeit fortsetzen, z. B. durch die Gründung der Nanzan-Universität in Nagoya durch die Steyler Mission. Auch die Gründung der ersten Deutsch-Japanischen Gesellschaften in Deutschland (1888) wie auch die der Japanisch-Deutschen Gesellschaften in Japan (1911) fällt in diese Zeit – ebenfalls Institutionen, die noch heute einen wichtigen Bestandteil des japanisch-deutschen Austausches darstellen.

Japanischer Film "Ode an die Freude"(2005); handelt von den Beziehungen zwischen deutschen Kriegsgefangenen und japanischen Ortsansässigen in Japan nach dem Ersten Weltkrieg
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Zum Ende des 19. Jahrhunderts kühlten die Beziehungen Japans zu allen europäischen Staaten, damit auch Deutschland, deutlich ab. Die außenpolitischen und militärischen Erfolge Japans, die Japan immer mehr zum Konkurrenten westlicher Mächte im Pazifik werden ließen, waren dafür verantwortlich. So forderten die „Drei Mächte“ - Deutschland, Frankreich und Russland - Japan nach dessen Sieg gegen China im Jahr 1895 auf, die besetzte Liaotung-Halbinsel an China zurückzugeben. Diese Halbinsel wurde anschließend von Russland besetzt, was wiederum eine der Ursachen für den russisch-japanischen Krieg im Jahr 1905 wurde, der nun wieder, weil hier erstmals eine asiatische Macht eine europäische besiegte, die Europäer beunruhigte. Im Ersten Weltkrieg schließlich schloss sich Japan den westlichen Alliierten gegen Deutschland an und eroberte das deutsche Pachtgebiet Tsingtao in China.

Wilhelm Solf, Erster Botschafter Deutschlands in Japan (1920-28) nach dem Ersten Weltkrieg
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Wie gut das Fundament der deutsch-japanischen Beziehungen dennoch war, zeigt die Geschichte der damals nach Japan transportierten deutschen Kriegsgefangenen. Viele von ihnen blieben nach ihrer Entlassung in Japan; einige kehrten zwar zunächst nach Deutschland zurück, gingen dann aber wieder nach Japan. Bäckereien und Metzgereibetriebe, deren Produkte wir noch heute konsumieren, gehen auf die Aktivitäten dieser ehemaligen Kriegsgefangenen zurück. Und die Tatsache, dass heute in Japan an kleinen und großen Orten die Aufführung von Beethovens „Ode an die Freude“ feste Tradition geworden ist, verdankt sich einer gemeinsamen Unternehmung von deutschen Kriegsgefangenen mit japanischen Ortsansässigen in Naruto auf der Insel Shikoku.

Die Entfremdung Japans von Großbritannien und den USA aufgrund der japanischen Unzufriedenheit mit den Ergebnissen der Konferenzen von Versailles (1919) und Washington (1921/22) trug zur japanisch-deutschen Wiederannäherung nach dem Ersten Weltkrieg bei. 1920 wurde der frühere Reichskolonial- und Reichsaußenminister Wilhelm Solf als Botschafter nach Japan entsandt und die diplomatischen Beziehungen wurden wieder aufgenommen. Solf konnte in Japan großen Respekt gewinnen und setzte sich aktiv für den Wiederaufbau enger japanisch-deutscher Beziehungen ein. Mit Unterstützung deutschfreundlicher Kreise in Japan bewirkte Solf nach Kriegsende großzügige Spenden für die aufgrund von Krieg und Inflation in Not geratene deutsche Wissenschaft. Größter Spender war der Pharmazieunternehmer Hoshi Hajime; auf deutscher Seite wurden die Spenden von der „Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft“ verwaltet – der 1920 gegründeten Vorläuferinstitution der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Nobelpreisträger Albert Einstein (Besuch in Japan 1922)
© dpa - Bildfunk

Die Wiederannäherung an Deutschland manifestierte sich auch in einer großen Zahl von Studenten, die seit den frühen 1920er Jahren wieder nach Deutschland zum Studium gingen. Abgesehen von politischen und kulturellen Affinitäten spielte dabei natürlich auch der Yen-Reichsmark-Wechselkurs eine Rolle: Durch die Inflation in Deutschland vervielfachte sich der reale Wert der Stipendien japanischer Studenten; viele nutzten ihre wirtschaftliche Freiheit und erstanden große Mengen wissenschaftlicher Bücher, die noch heute in japanischen Universitätssammlungen zu finden sind. Abgesehen von den traditionell für japanische Studenten interessanten Bereichen Medizin, Jura und Militärwesen fällt in der Zwischenkriegszeit vor allem die große Zahl von Studenten der Philosophie (Miki Kiyoshi, Tanabe Hajime, Nishitani Keiji, Amano Teiyu, Kuki Shûzô, Kita Reikichi oder auch der Historiker Hani Gorô), aber auch in den Wirtschaftswissenschaften (Fukuda Tokuzô) auf. Die Begeisterung für die Besuche der Nobelpreisträger Albert Einstein (1922) und Fritz Haber (1924) demonstrierte, dass deutsche Wissenschaft in Japan trotz der deutschen Niederlage im Krieg weiterhin hohes Ansehen genoss.

Es ist daher nicht erstaunlich, dass es in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre zu einer fortschreitenden Institutionalisierung des sich intensivierenden Wissenschaftsaustausches kam. Als Konsequenz des Abschlusses eines Kulturabkommens 1926 kam es zur Gründung diverser kultureller Institutionen, wie des Japaninstituts (in Berlin 1926 auf Initiative Fritz Habers gegründet), des Japanisch-Deutschen Kulturinstituts (Tokyo, 1927), sowie des Japanisch-Deutschen Forschungsinstituts (Kyoto, 1934). Der gegenseitige Kulturaustausch führte zur Proklamation einer „japanisch-deutschen Verwandtschaft im Geiste“, deren realer Gehalt allerdings bald für politische Zwecke mißbraucht werden sollte.

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland sowie die Militarisierung von Japans Politik und Gesellschaft in den 1930er Jahren führte vor dem Hintergrund des intensiven kulturellen Austauschs und der Entwicklung der internationalen Beziehungen, zur Vorstellung von einer nutzbringenden engeren politischen Beziehung. Auf japanischer Seite bemühte sich vor allem die Armee, in Deutschland besonders Hitlers außenpolitischer Berater und späterer Außenminister Joachim von Ribbentrop um eine politische Annäherung, die in erster Linie gegen Großbritannien gerichtet sein sollte. 1936 kam es zunächst zum Abschluss des gegen die Sowjetunion (offiziell gegen die „Kommunistische Internationale“) gerichteten Antikominternpakts, dem 1937 Italien, später auch Spanien, Ungarn und weitere Staaten beitraten.

In den folgenden Jahren entwickelte sich das japanisch-deutsche Verhältnis zu einer Kriegsallianz, die im Abschluss des Dreimächtepakts zwischen Japan, Deutschland und Italien (1940) sowie des Militärabkommens von 1942 kulminierte. Allerdings kam es im Krieg zu keiner substanziellen Kooperation zwischen Japan und Deutschland; die politische Führung in beiden Ländern blieb dem Partner gegenüber eher skeptisch, die Allianz spielte in erster Linie die Rolle eines Propagandainstruments. Getrennt fochten Deutschland und Japan ihre Kriege, und getrennt kapitulierten sie auch, am 08. Mai 1945 das Deutsche Reich und am 2. September 1945 Japan. Fast auf den Tag genau sechs Jahre nach dem deutschen Überfall auf Polen war der Zweite Weltkrieg damit zu Ende. Die auf 2.800 Personen angewachsene Kolonie der Deutschen in Japan (inklusive ca. 700 Flüchtlingen aus Niederländisch-Ostindien und 500 Marine-Angehörigen) wurde zum größten Teil nach Deutschland zwangsrepatriiert, ähnlich erging es den Japanern in Deutschland.

Das JDZB entstand 1985 auf Anregung der beiden damaligen Regierungschefs Helmut Kohl und Yasuhiro Nakasone.
© dpa - Report

Zehn Jahre sollte es dauern, bis Japan mit der Bundesrepublik Deutschland 1955 diplomatische Beziehungen aufnahm, mit der Deutschen Demokratischen Republik sogar bis 1972. Als Folge des „Wirtschaftswunders“ in West-Deutschland sowie des schnellen Wirtschaftswachstums in Japan kam es seit der zweiten Hälfte der 1960er Jahre zu einem rasanten Wachstum des bilateralen Handels wie auch zu einer Wiederaufnahme des kulturellen und wissenschaftlichen Austauschs. 1969 wurde das Japanische Kulturinstitut in Köln gegründet, 1974 das Rahmenabkommen zum Wissenschaftsaustausch zwischen Japan und Deutschland unterzeichnet. Waren die Deutschlandstudien sowie die Zahl der Deutsch lernenden Japaner auch in der Nachkriegszeit auf einem hohen Niveau geblieben, so kam es auf der anderen Seite erst aufgrund des japanischen Wirtschaftswunders der 1980er Jahre zu einer bedeutenden Ausweitung auch der modernen Japanstudien neben der traditionellen Japanologie in Deutschland. 1985 wurde das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) und 1988 das Deutsche Institut für Japanstudien (DIJ) in Tokyo gegründet, die Zahl der japanologischen Lehrstühle verdoppelte sich während der 1980er Jahre fast. „Japan as No. 1“ (Ezra Vogel) meinte man damals und in der deutschen Wirtschaft setzte sich die Erkenntnis durch, dass auch von der japanischen Unternehmenskultur viel zu lernen sei.

Außenminister Japans Okada und Deutschlands Westerwelle (2010)

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind die japanisch-deutschen Beziehungen unkomplizierter denn je. Kulturaustausch, Kooperation in der Wissenschaft, Handel sowie Technologietransfer sind bedeutend und beruhen sowohl auf zahlreichen zivilgesellschaftlichen Initiativen wie auf der Arbeit immer neuerer Institutionen. In wichtigen internationalen Fragen, wie z. B. der Abrüstung und der Klimapolitik, arbeiten Japan und Deutschland zusammen. In der Wissenschaft ist allerdings weiterhin ein gewisses Ungleichgewicht im Austausch festzustellen, denn auch im 21. Jahrhundert ist die Zahl der japanischen Studenten in Deutschland um ein vielfaches größer als die der deutschen Studenten in Japan. Die weitere Intensivierung und Ausbalancierung des kulturellen und wissenschaftlichen Austauschs bleibt daher eine wichtige Aufgabe für die Zukunft.

*1 bei japanischen Personennamen in diesem Text wurde -wie in Japan üblich- der Familienname vorangestellt

Weiterführende Literatur (aufgelistet nach dem Jahr des Erscheinens)
Kudō Akira, Tajima Nobuo, Erich Pauer (Hg.): Japan and Germany: Two Latecomers to the World Stage, 1890-1945. Folkestone, UK: Global Oriental, 2009 (3 vols.).
Kudō Akira, Tajima Nobuo (工藤章, 田嶋信雄) (Hg.): Nichidoku Kankeishi: 1890-1945 (日独関係史 : 一八九〇--一九四五). Tokyo: Tokyo Daigaku Shuppankai, 2008 (3 vols.).
Peter Pantzer & Sven Saaler: Japanische Impressionen eines kaiserlichen Gesandten: Karl von Eisendecher im Japan der Meiji-Zeit = 明治初期の日本: ドイツ外交官アイゼンデッヒャー公使の写真帖より. München; Tokyo: Iudicium, 2007.
Christian W. Spang & Rolf-Harald Wippich (Hg.): Japanese-German Relations, 1895-1945: War, Diplomacy and Public Opinion. London: Routledge, 2006.
Gerhard Krebs (Hg.): Preußen und Japan. München: Iudicium, 2002.
Holmer Stahncke (Hg.): Preußens Weg nach Japan: Japan in den Berichten von Mitgliedern der preußischen Ostasienexpedition 1860-61. München: Iudicium, 2000.
Holmer Stahncke: Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan 1854-1868. Stuttgart: F. Steiner Verlag Wiesbaden, 1987.
Kreiner, Josef (Hg.): Deutschland – Japan: Historische Kontakte. Bonn: Bouvier, 1984.